Sonntag, 11. September 2016

Croeso y Cymru - Willkommen in Wales

Endlich! Wales! 
                        
Eine Region irgendwie am Ende von England. Ein Teil von England? Ein Teil des Vereinigten Königreichs? Beides kann man mit "ja" beantworten. 
Schon Ende des 13. Jahrhunderts wurde es England angegliedert. Das hört sich so einfach und friedlich an, ist es aber nicht. Nach bereits lange schwelenden "Beziehungsproblemen" machte König Edward I endlich Schluß mit dem Geplänkel seiner Vorgänger und fiel gnadenlos in Wales ein.
Warum er gerade den Beinamen "Schottenhammer" bekam, wo er doch die Waliser sogar noch mehr unter den Hammer nahm, ist eine gute Frage.
Daß er nicht einfach nur mal kurz vorbeischauen wollte, demonstrierte er eindeutig mit dem Bau mehrerer Burgen rund um Wales, und zwar aus Stein. Etwas Endgültiges also, so endgültig, daß wir heute wenigstens noch Historisches anzuschauen haben, denn diese Burgen sind in der Tat teilweise fantastisch erhalten.
Was für uns heute ein Augenschmaus ist, war für die Waliser damals ein Graus, wurden sie doch in ihrem eigenen Land fortan maximal geduldet, und zwar bitte schön nicht in ihren alten Städten und Dörfern, sondern irgendwo abgeschoben im Nationalpark Snowdonia.
Überflüssig zu erwähnen, daß es dort heute - da geschützter und gehegter Nationalpark  - fantastisch ist, aber damals sicher eher nicht.
Die Städte wurden mit Engländern angefüllt, der Titel "Prince of Wales" für einen "eingeborenen" Waliser war futsch, und etliche aufständische Führungspersönlichkeiten gaben sich erfolglos die Klinke in die Hand.
Wales gehörte fortan zu England, und da das schon vor der Gründung des Vereinigten Königreiches geschah, darf ihr roter Drache noch nicht einmal im britischen Union Jack sitzen.
So sitzt er aber nun in unserem Reisebus, festgekrallt und unter dem Schutz unseres alten Schweden Björn Olof Lasse und reist mit uns durch das Land seiner Vorfahren.
                                           
Let' go Wales!!!!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ab durch die Hecke zum Traumhotel nach S.

Nachdem uns Plymouth nicht haben wollte, oder genauer gesagt, wir wollten Plymouth nicht, war in South Brent ein Ersatz gefunden. Für eine ...