Samstag, 20. Februar 2016

Freuet Euch all... Barcelona

Dieser Post ist speziell für unsere Daheimgebliebenen, die unsere Reise verfolgen (hallo Brigitte, Johannes und Marek). 
Ja, wir sind da! In Barcelona! In Katalonien, und daher Achtung, das 'c' in Barcelona bitte mit der Zunge IM Mund aussprechen.
Und der Titel des Posts soll all meinen lieben Kunden gelten, die im März mit Reisebüro Quiatek hierher fahren. 
Freuet Euch all! Barcelona ist super. 
Kathedrale im Gotischen Viertel 
Riesen-Gamba mit Post-Gebäude im Hintergrund
Tja, und da sind wir also. Gabi und ihr 'Pen' Lina am Strand von Barceloneta. 
Wir haben unglaublich viel vor. Und zu dem Zeitpunkt wo ich dieses hier schreibe, haben wir das fast alles schon erledigt, sitzen müde und mit Wunden Füßen am Frühstückstisch. Gleich geht's auf zur nächsten Runde. Ich lasse einfach mal Bilder sprechen. 
Casa Milà, eines der Gaudì-Werke. 
Dachterrasse. Star Wars lässt grüßen. Die Kamine sehen aus wie Sternenkrieger. 
Sagrada Familia, auch von Gaudi, der die Fertigstellung nicht erlebte, was ihm auch klar war. Ist es den jetzigen Bauarbeitern auch klar, dass sie die nicht fertig kriegen zu ihren Lebzeiten? Laut Gaudi soll Gottes Werk auch erst dann fertig werden wenn Gott es möchte. 
Ich denke, mein Neffe kann mal hinfahren wenn er Rentner ist und sich das fertige Werk ansehen. 
Von innen ist die Kirchen jedenfalls, so wie ich es beurteile, fertig und überaus interessant. Das Licht, das durch die Fenster bei diesem strahlenden Tag einfällt, kann man im Foto gar nicht wirklich einfangen. 
Die Säulen ähneln Bäumen, die sich in den Himmel recken und oben Blattwerk entfalten.
Die Fensterfarben sind eindrucksvoll und stark. Diese Seite leuchtet blau und grün, was im Foto auch nicht mehr so strahlend rüberkommt wie in Natura. Es war extrem beeindruckend.
Das Ende der Säulen mit deren üppiger Ausgestaltung. 
Der Altarraum mit Orgel. Bei diesem riesigen Kirchenraum drängt sich mir allerdings die Frage auf, ob wirklich Leute hier regelmäßig zum Gebet kommen, sprich also zu dem, wozu eine Kirche eigentlich gebaut wird?
Es ist alles voller Touristen, ist es doch schließlich eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt, und ich glaube, der Touristenstrom reißt nicht so schnell ab. Die Vorstellung, man könne hier in aller Ruhe einen Gottesdienst abhalten, geht mir einfach ab. Zwar sind auch andere Kirchen, Kathedralen, Basiliken groß bis riesig, aber hier ist es einfach nochmal ein bisschen unpersönlicher und unromantischer.
Nun gut, nicht meine Sache. Es ist nur ein Gedanke.
Abschließend noch ein Foto von einer der Außenfassaden (alle sind höchst unterschiedlich), die für mich so aussieht als hätte man sie mit Schlamm beworfen.
Schönheit liegt also wie immer im Auge des Betrachters.
Aber wie dann z. B. Salvador Dalí Teile der Fassade mit der weiblichen, weichen Haut vergleichen konnte, da fehlt mir wirklich die Fantasie.
Sollte er tatsächlich die oben abgebildete Fassade gemeint haben, dann täte mir die Frau mit einer solchen Haut sehr leid. Gehen wir also einmal davon aus, er meint die Fassade auf der anderen Seite, und die sieht so aus:
Glatt und makellos, mit einem feinen Teint.







Mittwoch, 17. Februar 2016

Englische Luft - ohne Aufpreis

Ihr Lieben, heute morgen gab es einen Bericht im Morgenmagazin, der mal wieder in die Kategorie "es gibt immer einen, der dafür Geld ausgibt" passt. Ein britischer Unternehmer verkauft die gute, frische, saubere englische Landluft nach China!!!
Und wäre das nicht schon grotesk genug, hat mir besonders gefallen, wie in einem Kurzfilm seine Mutter und seine Schwester dabei gezeigt wurden, wie sie mit einem Kescher durch die englische Landschaft rannten, um Luft einzufangen. Die wird dann in Dosen oder Einmachgläser 'gefüllt' und nach China verschickt. 
Das war ein Bild für die Götter, wie die beiden unterwegs waren!!
Leider darf ich ja nicht einfach ein Bild hier einstellen, aber googelt doch mal 'Leo de Watts' und 'englische Luft in Dosen'.
Da ich Ende März eine Tour nach Südengland anbiete, wird die Nachfrage sicher jetzt noch größer werden, denn in unserem Reisepreis ist massenhaft gute englische Landluft bereits inklusive.
2 Plätze kann ich sicher noch anbieten. 
Also, wie wär's mit ein bisschen Extra-Gesundheit?



Dienstag, 9. Februar 2016

Barcelona

Bald geht es los nach Barcelona! Zur Zeit fresse ich quasi jeden Bericht im Fernsehen und auf Youtube über diese tolle Stadt. Ich war dort schon einige Male - in den 1980er Jahren, das ist eine Ewigkeit her. Und die Sagrada Familia ist immer noch nicht fertig, aber ich habe schon gelernt, daß dort ohne Fördermittel des Staates gebaut wird und man lediglich mit privaten Spenden und u.a. den Eintrittsgeldern der Touristen weiterbauen kann. Das dauert. Und außerdem war der Architekt Gaudí der Meinung, daß Gott entscheidet, wann das Bauwerk fertig ist.
Nun gut, dann warten wir mal ab.
Selbstverständlich werden wir viele Gaudí-Bauwerke besichtigen.
La Sagrada Familia
Wir können gespannt sein auf die verschiedenen Fassaden der Sagrada Familia, über deren Bedeutung ich mittlerweile erzählen kann. Soviel Symbolik! Versprochen, das wird super interessant.
Kunst überall
Und vorgenommen habe ich mir für meine Gäste so einiges an den freien Nachmittagen. Frei können die natürlich für diejenigen sein, die gern allein unterwegs sind. Wer nicht allein gehen möchte, der kommt mit uns, dem Fahrer-/Reiseleiterteam zum Stadtstrand. Wo hat man das schon? Gut 4 km angeschütteter Sandstrand, mit einer Stadt voller Kultur im Nacken.
Den Hafen mit den immensen Kapazitäten für Kreuzfahrtschiffe möchte ich besuchen, das imposante W-Hotel bestaunen oder den Riesen-Gamba ausfindig machen.
Auf jeden Fall geht es auch auf den Montjuic, wo eine fantastische Aussicht zu genießen ist, und außerdem gibt es einen botansichen Garten dort, eine Burg und etliche Relikte aus der Weltausstellungszeit.
Extrem freue ich mich auf die Casa Milá, denn auch hier habe ich einen Bericht gesehen, der sich mit den architektonischen Besonderheiten und Details beschäftigt. Und oben auf dem Gebäude herumzulaufen, mitten in all den bunten Bauteilen, das muß einmalig sein.
 
Eine Tapas-Bar für den Abend, an dem wir kein Abendessen im Hotel haben, habe ich auch schon ausgesucht.
Man darf also gespannt sein. Das Wetter verspricht übrigens gut zu werden.
Und um alles ganz perfekt zu machen, werde ich noch vorher meinen Azubi einpacken und nach Barcleona fliegen. Schnell mal für 2 Tage.
Und dann heißt es in den nächsten Tagen natürlich wieder: Gabi und Lina unterwegs, diesmal nicht auf See, sondern auf festem Boden, ohne Disko und ohne die Gefahr, einen Eimer Wasser über den Kopf zu bekommen, wenn man auf seinem Zimmerbalkon steht - hoffentlich!!!
 


Früher .... war vor 35 Jahren

Fängt man an, in Erinnerungen zu schwelgen wenn man über 50 ist???
Es muß wohl so sein, denn immer öfter denke ich darüber nach, daß ich schon 35 Jahre in der Touristik tätig bin, viele Reiseziele gesehen und Kunden kommen und gehen gesehen habe.
Aber es ist auch interessant, über Vergangenes nachzudenken, denn so erkennt man, daß und wie sich Reisen, Kunden und auch ich verändert haben.
1981 habe ich meine Abifeier sausen lassen, um als Bord-Stewardess mit Reda-Reisen nach Norwegen zu fahren. Ich erinnere mich, daß der Fahrer Herr Brockmann hieß und in meinem Leben der einzige Busfahrer blieb, den ich gesiezt habe. Er war für mich halt uralt, wahrscheinlich aber noch nicht einmal so alt wie ich jetzt. Tja.....
Wie ich damals Norwegen erlebt habe, das möchte ich in einem Extra-Post mal erzählen. Nur soviel sei gesagt: Ich kannte nur Dänemark und bildete mir ein, weiter nördlich muß Skandinavien genauso aussehen.
ES SIEHT NICHT SO AUS. ES IST VIEL SCHÖNER UND ABWECHSLUNGSREICHER.
Sogndal - am Sognefjord


Hinter diesem Wasserfall kann man herlaufen
Damals, zur Erinnerung, es waren die 1980er Jahre, kannten viele deutsche Urlauber noch keine Frühstücks- und Dinnerbuffets, und in Norwegen gab´s die. Sehr reizvoll also, sich vom Frühstücksbuffet noch etwas für das Mittagessen unterwegs mitzunehmen. Das war natürlich auch schon damals nicht erwünscht, und ich wundere mich heute, wenn viele meiner Gäste sich im Urlaub über andere Nationalitäten beschweren, die das nun tun. Man muß halt immer wieder Neues lernen, und irgendwann wird jeder wissen, daß man x-mal zum Buffet gehen kann, aber nichts mitnehmen soll.
 
Irgendwann allerdings ging Reda-Reisen pleite und, sorry, das war nicht, weil ich dort jobbte! Ein überaus bekannter Reisename verschwand von der Bildfläche.
Ich heuerte bei TRD Reisen in Dortmund an. Für mich ein Unternehmen der Superlative. Wie war ich beeindruckt, wenn man die ganzen Busse in der Riesenhalle stehen sah. Allerdings waren die ja so oft im Einsatz, daß man sie in der Halle halt kaum zusammen sah.
Aber man erinnere sich einmal an die Freitage in der Saison am Dortmunder Busbahnhof. Damals waren die Busse noch orange, und der ganze Busbahnhof leuchtete orange, wenn die TRD-Busse nach Spanien an die Costa Brava oder nach Istrien (heute Kroatien) massenhaft Urlauber brachten.
Ein Wahnsinnsgefühl, dann Teil dieses Spektakels zu sein, obwohl ich immer noch nur als Bordstewardess eingesetzt war. Daß ich mal selbst eine Reisegruppe als Reiseleiterin durch Europa führen sollte, daran habe ich damals noch nicht gedacht.
 
Und alle Gäste waren ganz wild auf den Jumboliner, ein Doppelstock mit Gelenk. Ein Fahrzeug für 96 Gäste, soweit ich mich erinnere. Da standen mein Fahrer und ich dann mit unserem kleinen 30-Sitzer Setra. Der schien den Leuten zu klein, und wir mussten quasi die für uns eingeteilten Gäste am Busbahnhof mit dem Lasso einfangen.
Ich glaube aber, daß nach den ersten 300 km Fahrt die Gäste doch Ernüchterung erfuhren, weil der Jumboliner nur 80 km/h fahren durfte und so seine Mucken hatte. Wir wussten schon genau, warum die beiden Stammfahrer dieses Monstrums immer gleich quasi im Blaumann fuhren! Und am Wurzenpass in Österreich dann kam die Stunde der Wahrheit: Schafft er´s oder schafft er´s nicht? Angekommen sind am Ende aber immer alle.
 
Ich bedaure heute, daß TRD Reisen in seiner "alten" Form nicht mehr existiert, aber vielleicht war nicht nur bei mir im Reisebüro die Nachfrage nach deren Reisen abgeklungen. Und ich weiß eigentlich nicht, warum. Es war immer ein schönes Reiseprogramm, mit Top-Fahrern und fähigen, netten Reiseleitern.
 
Mit einem Schmunzeln erinnere ich mich an die Seniorchefin, eine wahrhaft resolute Unternehmensleiterin, die ich in der Tat bewundert habe.
Nichts desto trotz war sie dann am Ende der Grund, warum ich meinen Ferienjob zu Hafermann Reisen verlegt habe
 
Hier fuhr die Chefin schonmal selbst als Reisleiterin mit, und da lag das Problem für uns andere Reiseleiter: Jeder Stammgast kannte die Chefin persönlich, und was hat sie den Gästen nicht alles zugesagt (angeblich): Plätze vorne, Zimmer mit Meerblick, etc. pp.
Es war schwer, dagegen anzukommen.
Erst viel später ist mir klar geworden, daß die Gäste sich das oft als Druckmittel ausgedacht hatten. So etwas macht einen dann Jahr für Jahr härter im Job.
 
Ich war in Russland in den 80er Jahren, und auch davon möchte ich mal separat berichten, denn das war schon ein Erlebnis für sich.
Mit First-Driver Paul, dem ich mit dem Kugelschreibe ein Tintenmuster an die Busdecke gemalt habe - unbeabsichtigt, ich schwöre!! Dafür habe ich ihm geholfen, seinen Bus zu polieren. Eine Arbeit für Doofe, ganz ehrlich.
Busführerschein machen hatte sich für mich da schon erledigt.
 
 Warum man dann am Ende ein eigenes Reisebüro eröffnet, was sich hinter dem Reiseveranstalter Zwölfly oder aber dem Reiseziel Beibeione verbirgt, das lest in der Fortsetzung, auf die ich hoffentlich bald schon Lust habe.
 
Fortsetzung folgt....
 
 
 

Ab durch die Hecke zum Traumhotel nach S.

Nachdem uns Plymouth nicht haben wollte, oder genauer gesagt, wir wollten Plymouth nicht, war in South Brent ein Ersatz gefunden. Für eine ...