Mittwoch, 28. März 2018

Nicht die Serviette anfassen! Service zum Verrücktwerden auf Queen Victoria

An Bord gehen. Eine andere Welt entdecken. Die Reederei Cunard hat diese traditionellen Ocean Liner.
Ich wusste es, als ich meinen besonderen Kurztrip mit der Queen Victoria buchte. Ich wusste, daß ich hier im viktorianischen Zeitalter landen würde.
Zumindest, was die Dekoration anbetrifft. Es war zu erwarten, daß mich britischer Service überrollen würde, mit all seinen Fein- und Besonderheiten. Sehr angenehme, wie auch echt schrullige.
Sollst Du mir folgen und eine Kreuzfahrt dieser Art buchen? Wenn Du all das magst, was ich an dem Wochenende erlebt habe, dann ja.

Ein Taxi spuckt mich am „Queen Elizabeth II Terminal“ in Southampton aus. Während ich die Halle in Sekundenschnelle scanne, um zu überlegen, wo ich einchecken muß, kommt auch schon ein beflissener Mensch auf mich zu, der unsere Koffer entreißt - auf freundliche Art und Weise natürlich. Ich will rasch noch den mitgelieferten Kabinenanhänger ans Gepäck basteln, doch das nimmt er mir auch schon ab. 
Meine Frage, ob wir unsere Sachen jetzt erst auf der Kabine wiedersehen, hallt noch nach, da ist er weg. 

Und da ist sie auch schon: Die legendäre englische „Queue“, eine ordentlich Schlange vor den Check-in-Schaltern.
Nichts wie hinten angestellt und sich wundern, wie gesittet alles zugeht und vor allen Dingen schnell. Innerhalb kürzester Zeit sind die Bordkarten ergattert und unser Konterfei im Victoria-Bordcomputer gespeichert. „You are looking nice“, versichert die Dame vom Hafenpersonal. 
Ich möchte es glauben, obwohl mich die Erinnerung an den letzten Abend in London beim guten Wein und wenig Schlaf zweifeln lässt.
Wenn man sich dann noch klar macht, daß der Brite ja zum „Understatement“ neigt, also zum Untertreiben, dann hätte das „nice“ ja in Wirklichkeit sogar „großartig“ bedeuten können. Aber das diskutiere ich lieber weder mit mir, noch mit sonst wem.


Camilla, die Herzogin von Cornwall und hauptberuflich Gattin des Thronfolgers, empfängt als weiße Dame die Passagiere. Sie ist die Taufpatin des Schiffes, das im Jahre 2007 vom Stapel lief. Ich bin einige Male an Ihrer Hoheit vorbei gelaufen, weil ich immer wieder prüfen wollte, ob das nun ein Foto oder gemalt ist. Und es irritiert mich, daß sie wahrscheinlich abgebildet wurde, als sie gerade einmal vier Jahre älter war als ich es jetzt bin.
Ich bin nicht mehr weit entfernt von ihrem damaligen Alter.
Warum muß man sich als Frau mit solchen Überlegungen immer so weh tun?

Ein erster Schiffsrundgang ist verwirrend. Ich streune orientierungslos umher. Aber das geht einem wahrscheinlich auf allen großen Schiffen so. 
Diese Queen fasst immerhin fast 2000 Passagiere und ist eben nicht gerade winzig.
Da ist der riesige Treppenaufgang, der mich an Bilder der Titanic erinnert. Man möchte da rauf und runter schweben, hat aber für die richtige Wirkung gerade nicht die passende Kleidung an.

Eine superschöne Uhr steht oben am Eingang zur Shoppingmeile und mahnt wahrscheinlich, daß es Zeit ist, etwas einzukaufen. Das kommt für mich aber nicht in Frage, denn ich muß sagen, das Preisniveau ist echt hoch. Zudem kommt mach amerikanischem Prinzip gerade auf unserer Strecke noch die Mehrwertsteuer  mit 20% hinzu und auch noch eine Servicegebühr von 15%.
Wie gut, daß ich gar nichts brauche, außer vielleicht mal einen stilvollen Drink an der Bar genießen. Das gönnt man sich ja nun doch, zumal das Ambiente wirklich zum Genießen ist. Aber halt, die Bars sind unterschiedlich sortiert und ausgerichtet. Mein spontaner Entschluß, in der „Gin- Fizz“- Bar einen Wein zu trinken, ging gehörig daneben, denn es ist ja nunmal eine Gin-Bar. Und mit welcher Auswahl an Longdrinks, das ist kaum zu glauben.

Zum Mittagsimbiss geht es in das Lido-Buffet-Restaurant. Hier verspricht Cunard, daß lässige Kleidung erlaubt ist. Das interpretieren allerdings viele Gäste über, wie mir scheint. Ich habe wirklich selten so viele gräßlich gekleidete Menschen gesehen. Manche Kleidung aus Second-Hand-Charity-Shops sind dagegen Luxusware.
Ich meine es ernst, und habe es auch an die Reederei geschrieben: Hier muß mal durchsortiert werden. Es ist kein schöner Anblick. Ich merke, daß der Ruf der Luxusreederei mir hier einfach komplett andere Vorstellungen in den Kopf gepflanzt hat.
Auch wundert mich, daß es eine bei Ankunft schon recht betrunkene deutsche Herrengruppe auf diesen Oceanliner geschafft hat.
Es mag an dem günstigen Kurztrip liegen, daß sich hier auch eine, nennen wir es mal bunte Passagiermischung einfindet.

Mit einer gehörigen Portion Humor und Freude am Menschen beobachten, über die mein Mann, unsere Freunde und ich glücklicherweise verfügen, ziehen wir daraus aber auch noch ein echtes Reiseerlebnis.

Zum Abend dann, im Britannia-Restaurant, sieht es anders aus. „Informal style“ ist angesagt. Auch relativ harmlos eigentlich und sollte niemanden abschrecken. Eine nette Hosen-/Blusenkombi oder Kleid für die Dame und Jackett für den Herren, ohne Krawattenzwang.
Das ist für mich völlig in Ordnung und doch auch mal ganz schön.

Die Speisenauswahl und -zusammenstellung kann sich sehen lassen, vor allem weil wir ja mit unserer „einfachen“ Kabine nur in die zweite Klasse fallen.
Ja, es ist wahr. Die Reederei verfolgt ganz bewusst noch das Prinzip der zwei Klassen. Passagiere mit gebuchten Luxuskabinen bekommen ein anderes Restaurant zugeteilt. Wobei man als Normalsterblicher auch durchaus gegen Aufpreis in den Genuß noch besserer Gastronomie kommen kann.

Damit hat Cunard aber keine Alleinstellung mehr. Ehe Ihr nun verständnislos die Nase rümpft, schaut Euch mal das Konzept von TUI-Cruises an. 
Auch hier kann man Ähnliches entdecken.

Mir ist der Service im Normalo-Restaurant auf jeden Fall schon mehr als genug. Ich bekomme den Stuhl zurecht geschoben, begehe den fatalen Fehler, meine Serviette anzufassen und mir selbst auf den Schoß zu legen und brüskiere damit wahrscheinlich den Kellner, dessen Aufgabe das doch ist.
Ein anderer Kellner ist für die Softdrinks und Wasser zuständig und ein weiterer, in andersfarbiger Weste, stellt sich als unser Sommelier vor. 
Hier bitte nur den Wein bestellen!
Die Essenswünsche nimmt wieder jemand anders auf. Es ist ein Service zum Verrücktwerden, aber ich stelle fest, daß das manchmal ganz witzig zu erleben ist. Daß es sowas gibt!? Alles ist wirklich so traditionell angehaucht.
Ich mache mir einen Sport daraus, auch noch die geringsten Unterschiede in der Jackenform der Kellner festzustellen. Jede Falte, jeder Einschnitt in der Weste oder im Jackett bedeutet einen anderen „Dienstgrad“.

An längst vergangene Tage erinnert auch ein Ballsaal, ein plüschiges Theater oder ein musikalisches Quartett. So muß es zur viktorianischen Zeit auch gewesen sein. Ich fühle mich wie in einer anderen Welt.
Dieser kann man allerdings entfliehen und „zurück in die Zukunft“ auf Deck 9 die Commodore-Bar besuchen. Hier kann man unter einem irren Deckenleuchter abzappeln zu DJ-Musik, modern und locker, und verzichtet gleichzeitig darauf, noch irgend ein Wort seiner mitreisenden Freunde zu verstehen.

Zum Beruhigen schaue ich mir dann noch die hoch gelobte Bibliothek an und muß sagen, die ist  mehr als einen Abstecher wert. Ich möchte zwar nicht 7 Tage Atlantikpassage nach New York auf diesem Schiff verbringen, aber wer eine Leseratte ist, der findet auch für so viele Tage ganz sicher die passende Lektüre. Die Auswahl, und vor allem die Präsentation ist überwältigend. 


Ich falle ins Bett, überrollt von den vielen neuen Eindrücken, schlafe „historisch-entrückt“ ein und ahne noch nichts von dem Service, der mich am nächsten Morgen beim Frühstück überrollt. Auch hier darf ich meine Serviette nicht selbst auf den Schoß legen, mache das eigentlich beim Frühstück doch sowieso nie, entkomme aber auch dem Kellner nicht.
Es wird ein Frühstücksmenü geben, bei dem unter anderem zwischen „Breakfast Entrées“ und „Side Orders“ unterschieden wird. Es gibt einen Orangensaftkellner, einen für Kaffee und Tee und einen für die feste Nahrung. Service zum Verrücktwerden, wie gesagt.

Aber davon weiß ich ja am Abend noch nichts und träume mich erstmal in einem übrigens hervorragend bequemen Bett in den nächsten Tag, träume von Camilla, die in der Gin-Fizz-Bar die Cocktailkarte rauf und runter trinkt, und von Prinz Philipp, der im Ballsaal den Eintänzer gibt und mir mit einem seiner legendären Fettnäpfchensprüche entgegenschleudert, was ich hier überhaupt will, wo ich doch in der Tanzschule Conradi nur den ersten Kurs mit Standardtänzen halb erfolgreich abgeschlossen habe.

Gute Nacht.


















Sonntag, 25. März 2018

So leicht wird man zum Bahn-Fan

Nach Paris mit dem Zug vor einigen Jahren habe ich noch etwas umständlich in Erinnerung, was aber vor allem an der Kofferschlepperei lag und an den wirklich sehr umständlichen Wegen mit so gut wie keinen Rolltreppen in der Métro.
Meine Leutchen sehnten sich schon sehr bald nach unserem Reisebus zurück.

Es geht aber auch in richtig schön, schnell und angenehm, was mein Trip nach London beweist.
Hier habe ich an Anreisemöglichkeiten wahrhaftig alles durch: 
1. Reisebus 
Das bedeutet eine Reisedauer von 10 Stunden insgesamt, aber mit entspannter Pause im Tunnel oder auf der Fähre, nicht zu vergssen das eigentliche „MUST“, der Blick auf die weißen Klippen von Dover. Ausstieg direkt am Hotel, wunderbar! Einen Kaffee oder Piccolo in der Hand an Bord eines komfortablen Busses, und die Vorfreude steigt.

2.  Mit dem eigenen PKW. Das ist auch nicht wesentlich schneller, ein möglicherweise per Losverfahren ausgesuchter Mitreisender muß fahren, und das links und durch den Londoner Stadtverkehr. Dazu kommen horrende Parkgebühren. Nicht zu vergessen die Umweltzonenbedingungen in der Innenstadt.

3. Per Flug. Hier kommen ab NRW ca. 7 Stunden inkl. Warterei auf das Gepäck und immer mindestens eine Stunde Gurkerei per U-Bahn in die Innenstadt, wenn man nicht gerade am City-Airport landet und sein Hotel in den Docklands hat. Wohl dem, der hier mit Rucksack anreist, was mir dann doch immer ein bisschen zu wenig ist. Nun ja, es schleppt ja auch nicht jeder zwanghaft seinen eigenen Monsterföhn auf allen Reisen mit.

Jetzt kommt 4. noch die Zuganreise hinzu.
Empfehlenswert zunächst einmal für alle Flugängstlichen. Und für alle Bahnfans sowieso.
Der erste Thalys geht um 5:19 h ab Dortmund nach Brüssel. Ja, das ist eine unchristliche Zeit, aber mit allen anderen Verkehrsmitteln geht es doch auch nicht später los.
In 3 Stunden und 15 Minuten ist man dann in Brüssel, steigt um in den Eurostar, und dann wird es richtig schnell.
Der Thalys könnte auch noch einen drauflegen, wird aber durch die vielen Halte-Bahnhöfe zwischen Dortmund und Aachen an seiner Topgeschwindigkeit gehindert. Es ist hart, aber ich muss es einfach akzeptieren, daß nicht nur Dortmunder Interesse am Reisen mit der Bahn haben. 

Sehr gespannt bin ich, wie und wo die Zollkontrollen nach England stattfinden. Eine gute Stunde Umsteigezeit in Brüssel habe ich einkalkuliert, und das war genau richtig, denn hier wird das Gepäck durchleuchtet und kontrolliert wie am Flughafen.
Auf leisen Sohlen wandele ich durch den Kontroll-und Durchleuchtkäfig. Ja, denn ich muss auch die Schuhe ausziehen.
Warum nur habe ich Boots mit meterlangen Schnürsenkeln statt Reißverschlußstiefeln gewählt?
Das Beste allerdings ist dann die Begründung der Kontrollbeamtin, die meinen Mann mit Schuhen durchschleust: „Die sehen teuer aus!“ 
Was ist das denn bitte für eine Logik? Und vor allem möchte ich betonen, daß meine Boots zwar vielleicht nicht die saubersten sind, aber auch nicht gerade billig. Nun ja, ich stehe bei einem männlichen Kontrolleur an, der hat einfach keine Blick für Qualität.
Rasch noch zur Toilette, die mir bereits knallbunt ankündigte, daß es hier nach Großbritannien geht. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich bei Lisbeth meine Kaffee lasse oder bei Shakespeare. Oder ist er es am Ende gar nicht? Egal, hinter ihm steht eh die Behindertentoilette.

In 1 Stunde und 50 Minuten ist dann London St. Pancras erreicht. Der Eurostar dreht richtig auf, wird in Calais auch nicht auf Waggons für den Kanaltunnel verladen so wir PKWs und Busse, sondern rauscht ungehindert durch seine eigene Röhre auf die Insel.
Gerade noch erkenne ich die in den letzten Jahren verstärkt entstandenen Zäune bei Calais, mit denen man sich vor den vielen Flüchtlingsschüben abzuschotten versucht. Dann werde ich unter dem Meer quasi ins Königreich geschossen.

Wer mag und nicht erpicht ist, in Nullkommanix am Hotel zu sein, stattet dann dem berühmten Bahnsteig 9 3/4 im direkt angrenzenden Bahnhof King‘s Cross noch einen kurzen Besuch ab.
Das ist nicht das Harry-Potter-Gleis, sondern die Halle von St. Pancras, ein Meisterwerk der Architektur viktorianischer Zeit.
Ich weiß wirklich nicht, warum ich mir gerade jetzt eine Zeitschrift im Buchhandel über Queen Victoria und ihre Zeit kaufe, aber wahrscheinlich wirkt der Bahnhofsbaustil intuitiv, verstärkt noch durch das Schiff, die Queen Victoria, die ich morgen kennenlernen werde.

Idealerweise bucht man sein Hotel dann in der Nähe des Bahnhofs und kommt somit auf eine Gesamtreisezeit von 7,5 Stunden von Haustür zu Haustür, inklusive einer kleinen abwechslungsreichen Umstiegspause in Brüssel. Hier gibt es überall Rolltreppen, so daß das mit den Koffern auch nicht das Schlimmste ist.

Es ist eine wirklich empfehlenswerte Anreise, und besonders versüßt und verkürzt durch mitreisende Freunde, mit denen die Zeit quatschender- und lachenderweise wie im Fluge vergeht.

London per Zug - und wer weiß, was mir sonst noch so alles einfällt, wo man auch  mit einem interessanten Zug hinfahren kann, das werde ich auf jeden Fall in 2019 als Gruppenreise anbieten.
Wenn Ihr Lust aufs „Zügeln“ habt, dann lasst es mich wissen.

 









Dienstag, 20. März 2018

Mit der Queen nach Hamburg

Ein neues Abenteuer beginnt und kann ab Donnerstag hier mit erlebt werden.
Die Queen nimmt mich mit nach Hamburg!
Was ist das nun wieder? Dreht die jetzt völlig durch? Hat sie Kontakte ins Königshaus geknüpft?
Nun ja, ich hätte für die Windsors schon mal den einen oder anderen Vorschlag, aber man wird mich natürlich niemals anhören.
Es hat ja schon bei meinem letzten Bericht über die Chelsea Flower Show und die für Prinz Harrys Hochzeit wiederverwendbaren Blumen nicht gefruchtet.

Und daß deren Oberhaupt mich in ihrem Auto mit nach Hamburg nimmt, meine ich ja auch gar nicht. Schließlich ist Ihre Majestät ganz sicher nicht
bei der Mitfahrzentrale registriert, und ich steige eigentlich auch ungern bei Fahrern ein, die ich nicht persönlich kenne (und wenn sie auch tausendmal gelernte Kfz-Mechanikerin ist).
Nun aber zum Thema.
Die Queen, die ich meine, heißt Victoria. Und nein, ich bin nicht ins 19. Jahrhundert zurück gereist, wir sind ja hier schließlich nicht beim Outlander.
Queen Victoria ist eines von drei Schiffen der Reederei Cunard und bringt mich von Southampton nach Hamburg.

Zwei Nächte an Bord dieses Luxusliners - ich erwarte Wundervolles!

NATÜRLICH! Jetzt geht Frau Reiseleiterin mit ihrem Reisebüro ja im Sommer an den Phönix-See, da müssen wir natürlich schonmal Luxusliner fahren!?!?
Ihr glaubt gar nicht, wie erschwinglich ein solcher Kurztrip sein kann.
Ich habe ein paar nette Reiseteile drum herum gestrickt, es geht mit dem Thalys ab Dortmund nach Brüssel, da in den Eurostar nach London. Ein nettes Hotel dort gebucht, kurz mal London unsicher machen, am nächsten Tag mit National Rail nach Southampton und dort aufs Schiff.
Von Hamburg dann mit der Bahn zurück nach Dortmund.
2 Nächte inklusive Vollpension an Bord, 1 Nacht im 4-Sterne-Hotel in London mit Frühstück, alle Fahrten mit der Bahn - tutto kompletto € 420,- pro Person, wenn Ihr zu zweit seid.
Jetzt sag’ mal einer, für einen 4-Tage-Trip sei das teuer?

In 2019 biete ich das als Kleingruppentour an - mit Queen Mary II plus Aufenthalt in London.
Wer Lust drauf hat, kann sich gern unverbindlich vormerken lassen.

AHOI und SEE YOU ON BOARD!





Donnerstag, 8. März 2018

Reisebüro Quiatek wird See-Reisebüro

Der Titel lässt vermuten, daß Euer Lieblingsreisebüro nun auch Seereisen verkauft.
Aber bitte, Kreuzfahrten vermitteln wir doch schon seit Jahren! Schließlich kennen wir uns auch hier bestens aus.
Wir werden also kein Seereise-Büro, sondern ein See-Reisebüro. Der Unterschied liegt in der Lage des Bindestrichs.
Der Bindestrich liegt woanders, und mein Reisebüro demnächst auch. Ab Sommer findet man mein Team und mich in Dortmund-Hörde am Phönixsee!

"Nobel, nobel", so hieß es da gleich spaßhaft frotzelnd aus dem Familienkreise. Doch ist es mitnichten so, daß ich künftig "die Reisebürodame am modischen Phönixsee" bin. Eine Dame werde ich in diesem Leben doch sowieso nicht mehr. Das hatte sich schon meine Lieblingstante im Alter von 40 Jahren vorgenommen und nicht geschafft. Und ich schaffe das auch nicht.
Geht auch gar nicht, denn dem Lieblingsspruch meines Ehemannes zufolge bin ich ja keine Frau, sondern Reiseleiterin.

Warum also der Umzug?
Meine Vermieterin hat sich entschieden, die beiden Ladenlokale in der Alten Benninghofer Str. 26 zu Wohnungen umzubauen.
Zack! Da steht man aber da und muß einen kleinen Neuanfang planen. Und den mache ich dann einfach mal so richtig schön.

Dem Vorort Hörde bleibe ich treu. Man findet mich dann in der Fußgängerzone im Rudolf-Platte-Weg 1 B.
Der gute alte Rudi! Wer kennt ihn noch aus Filmen? Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, daß er ein gebürtiger Hörder war, worüber mein lieber Kunde und Hörder Heimatforscher Willi jetzt wahrscheinlich nur verständnislos lächeln kann.
Und nun hat er eine eigene Straße, der Rudi natürlich - und ich mittendrin!

Wer also künftig von der Fußgängerzone weiter Richtung Phönixsee wandert, der kommt automatisch bei mir vorbei. Ich stelle mal einen sogenannten Kundenstopper vor die Tür, dann stolpert man quasi über uns. 
Sonntags kann man nach einem Bummel am See kurz ins Reisebüro-Schaufenster schauen, was es an neuen Angeboten gibt und sich Montag morgen ab 10:00 Uhr direkt drauf stürzen.
Mein Team und ich, wir sind bereit, Euch alle mit gewohnt fachmännischem Wissen und wertvollen Tipps in die Welt zu katapultieren.
Frei nach dem Motto: Eben noch am Phönixsee spazieren gegangen und morgen schon mit dem Jeep durch Namibia düsen. Oder durch Australien - oder Neuseeland - oder USA - oder Bayern.

Was gibt es jetzt nicht alles zu entscheiden und zu bedenken? Nach 28 Jahren muß ich ein Büro neu gestalten und einrichten, was natürlich Spaß macht, aber auch viel Arbeit.
Ich gehe das munter und motiviert an, auch noch im sogenannten Best-Ager-Alter. Das Gute an einer Veränderung ist, daß man mal wieder ausmisten kann. Jeder kennt das von zu Hause.
Alter Ballast muß weg, es wird "entmüllt".
Und zum x-ten Male bedeutet das für mich, daß wir uns noch mehr von der enormen Katalogflut trennen, die uns die Reiseveranstalter aufdrücken. Im Online-Zeitalter sind Kataloge nicht mehr so gefragt und benötigt. Die meisten Urlaubshungrigen lassen sich direkt bei mir im Reisebüro beraten, bekommen die wichtigsten Informationen vor Ort und Bilder am großen Bildschirm präsentiert.
Außerdem haben wir viel mehr Auswahl als in den Katalogen gedruckt werden kann.

Reiseplanung und -buchung haben sich im Laufe der Jahre sehr verändert - und wir auch. Mit diesem Umzug mache ich nun die Veränderung komplett und sehe den letzten 3285 Tagen bis zur Rente entspannt mit Seeblick entgegen.
Spaß beiseite, den direkten Seeblick haben wir nicht, sind aber so nah dran, daß wir im Winter, sollte es irgendwann noch einmal Schnee geben, vom Reisebüro aus direkt, leicht bergab, in den See rodeln können.

Wir sehen uns bei Rudi - im platten Weg - im Rudolf-Platte-Weg 1B. Ich freu´mich drauf!

P.S.: Eigentlich war ich froh, keine Eisdiele mehr mit super leckerem Eis und Waffeln neben meinem Büro zu haben (zu viel kilo-mäßige Expansionsgefahr). Doch ab Sommer sind wir neben einem Bäcker, der wahnsinnig leckere Croissants hat. Schrecklich-schön!

Noch ein P.S.: Teilen des Beitrags ist strengstens erwünscht.



Ab durch die Hecke zum Traumhotel nach S.

Nachdem uns Plymouth nicht haben wollte, oder genauer gesagt, wir wollten Plymouth nicht, war in South Brent ein Ersatz gefunden. Für eine ...