Samstag, 18. April 2015

Anleitung zum Koffer packen (und nicht immer wieder auspacken)

So, endlich! Dieser Post liegt mir schon lange auf der Seele!
Eine Anleitung für alle Frauen, die nie wissen, was sie auf Reisen mitnehmen sollen und was nicht.
Klar, das Wetter kann heute überall unberechenbar sein, aber deswegen muß man noch lange nicht seinen ganzen Kleiderschrank mitnehmen. Und eine Modenschau müssen wir auch nicht hinlegen. 
Das gilt insbesondere für meine Rundreisen.
Es muß vor allem Praktisches eingepackt werden, denn wir sind auf Rundreise und wechseln mal mehr, mal weniger die Hotels. Und auch in 4-Sterne-Hotels ist man heutzutage gewöhnt, daß die Gäste zum Abendessen legerer daher kommen. Also, nicht zuviel Auswahl mitnehmen, Knitterfreies, weg mit den Blusen, die niemals auch nur eine Stunde ein geknicktes Dasein im Koffer überstehen. Und, Mensch, Ladies, es gibt doch heute gecrashte Blusen, die sollen sogar Falten haben. Idealer geht es doch gar nicht!
Also dann, hier mal mein Beispiel für ein 7-Tage-Lago-Maggiore-4-Sterne-Hotel-Gepäck:
Tja, so klein ist das Köfferchen. Das darf eigentlich gar nicht Koffer heißen, es ist ein Täschchen. Und ausgereizt bis zum letzten. Und da war drin:
2 Ersatzhosen, eine ein bisschen netter als meine schwarze Jeans, die ich auf der Fahrt und in den meisten kommenden Tagen anhatte, eine andere klassische Jeans dann noch in blau. Blau und schwarz steht doch jedem, und dazu passt einfach alles. Dann noch 4 langärmlige T-Shirts, 4 kurzärmlige, ein Tuch und ein schwarzer Blazer. Passt auch wieder, und mit Tuch peppt man die Shirts auf. 
Umziehen am Abend ist, außer man ist total geschwitzt, doch nicht komplett nötig. Ein anderes Shirt, Blazer drüber, falls es kühler ist, und gut. Ok, dann nimmt man eben noch 2 weitere Shirts mit, passen auch noch rein. Ein Pullover kommt noch mit oder eine Strickjacke. Gut sind auch Steppwesten, die sich ja extrem klein drücken lassen und nie knittern. Gehen alle auch wieder über die Shirts, falls es kühler wird. Und dann noch eine winddichte Regenjacke, und fertig ist die Urlaubsausstattung. Ist es zu kalt, kommt einfach alles übereinander. Problem gelöst.
Schuhe? Tja, eine Schuhtick sollte man nun nicht haben. In die vordere Seitentasche passen ein paar Sneaker, in schwarz, passen auch zu allem, und noch ein paar Badelatschen. 

Und was ist mit Unterwäsche, fragen Sie nun. 
Ok, da muss natürlich noch eine Kulturtasche her. Auch klein, passen Waschzeug, Unterwäsche und Föhn rein. Und, bitte schön, ich schleppe immer noch meinen eigenen Monsterföhn mit, das machen die meisten gar nicht, denn es gibt in fast allen Hotels Haartrockner im Bad.
So schauts's dann aus, das Kulturbeutelchen.

Und dann geht's los: Shirts wie gewohnt falten und dann.... rollen. Das gibt weniger Falten. Und wenn schon, mal im Ernst, ist doch egal. Wir sind unter uns, und im Vordergrund steht, daß wir was sehen und erleben. Oder meinen Sie, wenn wir den Tag über eine Jacke an haben, das Shirt da drunter sieht zur Mittagszeit zum Essen noch glatt aus? Da macht es doch nichts, wenn wir das morgens auch nicht ganz glatt anziehen. Und wenn es abends einfach alles 'glatt laufen' soll, dann leiht einem das Hotelpersonal sicher ein Bügeleisen. Und für ein sicher nicht zu großes Geld waschen die auch, trocknen und bügeln.
Lasst Fünfe gerade sein! Nein, lasst sogar mehr als Fünfe gerade sein!
Der einzige, der über unser Outfit lästern würde, ist Marek (wer's noch nicht weiß, es ist unser immer aus dem Ei gepellter, glatthemdiger Busfahrer). Noch Fragen? Na also!!!

Und last, but not least, mein ultimativer Tipp zum leichten, unbeschwerten Reisen: bloß nicht jeden Abend im anderen Hotel alles auspacken. Es sind doch sowieso nie genügend Bügel im Schrank, und oftmals gibt es noch nicht einmal einen richtigen. Warum wohl nicht? Weil die Hoteliers wissen, daß wenn sie ein auf Rundreisegäste zugeschnittenes Haus haben, diese doch gar nicht lange bleiben.
Nun denn, Euer Koffer ist ein super Kleiderschrank. Aufklappen und im Deckel und Boden alles schön anordnen, griffbereit und bereit, sofort wieder zugeklappt zu werden.
Dann muß man sich erstens nicht darüber ärgern, daß es zu wenig Ablagefläche oder sonstwas gibt, und zweitens kann man abends länger entspannt einen Wein trinken, weil man ja eben NICHT packen muß.
Bitte, probiert es mal aus. Ich mache das seit über 20 Jahren so. Und natürlich riskiere ich jetzt einen Shitstorm darüber, daß ich vielleicht nicht akkurat und abwechslungsreich gekleidet bin, aber ich müffele nicht (hmm, hoffentlich) und ich habe echt viel weniger Streß.

Daß ich Dagmar übrigens angeboten habe, ihren Koffer zu packen, wenn sie mit nach Italien fährt, da habe ich mich vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ich finde da doch leider keine Zeit zu und bin auch erkältunstechnisch gerade ausgeknockt.

Gute Reise.






Dienstag, 14. April 2015

Schafe in London, Kaffeetanten und andere Ereignisse

Liebe Blog-Fans, dear London group,

4 Tage London liegen mal wieder hinter mir. Diesmal mit einer tollen Truppe, bestehend aus Paaren und vielen Familien. Kids (sorry, Jugendliche) zwischen 8 und 16 waren mit von der Partie, anfangs noch ein wenig schüchtern und still, aber zum Ende hin voll aufgedreht: Marcel und Simon, ich meine Eure Witze, und Lea, ich meine Dein "uns-auf-Trab-halten" mit Deinem ständigen Verschwinden. Simon, der mir gern zugehört hat und Gerrit und Philipp, die sich mittlerweile perfekt in der Londoner U-Bahn auskennen. Und last, but not least, Lennart, der Gott sei Dank doch nicht Bus fahren durfte....
Aber auch die Erwachsenen waren nicht schlecht. Da wollte ich doch "Schafe sammeln" (zum Start des Films "Sean das Schaf" hat man in London massenhaft Schafsstatuen in unterschiedlicher Bemalung aufgestellt, und die konnte man per App "einsammeln") und hatte die Kids gebeten, mir zu helfen, sie zu finden. Und was war passiert? Nur die Erwachsenen kamen alle Nase lang kreischend auf mich zu, um mir wieder ein neues Schaf anzukündigen. Hier läuft doch etwas falsch? Wer ist denn hier das Kind?
Aber vielen Dank auch, Barbara und Monika, für die massenhaften "Schafs-Whats-Apps". Hier einige Schafsbilder aus Eurer Beute:

IMG_1710.JPG
Nelson-Schaf am Trafalgar
Square
IMG_1706.JPG
Airplane-Schaf
IMG_1717.JPG
Brunell-Schaf / Themse
Schaf in der Abendsonne, von Susanne
    
Ein tolles Highlight war auch die Besichtigung der Towerbridge. Sehr genial die beiden 11-m-langen Glasböden innerhalb der Fußgängerbrücke. Man sieht unten auf die Themse und auf die Klappbrücke, wo die Autos im Miniaturformat hin- und herfahren. Es war schon eine kleine Überwindung für mich, dort hinüberzugehen, und ich habe wirklich keine Höhenangst. Aber Lea hat mich an die Hand genommen, und dann ging's (nur war sie danach leider wieder weg und versetzte ihre Eltern in Aufregung). Einige haben noch die Maschinenräume besichtigt.

Gabi auf Glas

Und es war wirklich schönes Wetter, und das im doch sonst immer so verregneten London (sagt man...). Es waren schon viel mehr Blumen als man bei uns sieht, und ein besonders schönes Blumenbild mit "The Shard" im Hintergrund ist mir wohl hier gelungen.


The Shard im Blumenmeer

Und hier sind sie (fast) alle: meine Kaffeetassen-Gang. Da sinniert man an der Bus-Kaffeemaschine so vor sich hin, macht einen Kaffee für den Fahrer, schaut nichtsahnend-versonnen hoch und sieht:...... eine Batterie an Tassen mit grinsenden Gesichtern, die mir klar machen, daß ich jetzt wohl eine gute halbe Stunde beschäftigt sein werde, alle mit Kaffee abzufüllen.
Hoch die Tassen
Ein Dinner im Pub (warum heißt der denn nun eigentlich 'Das Walroß und der Zimmermann'? - Es gab viele komische Vermutungen, wie 'das eine ist die Frau des anderen'....) rundete den London-Aufenthalt ab.

The Walrus and the Carpenter
Im schrillen Camden Town waren wir auch wieder, und natürlich kam kaum einer um ein London-Shirt herum, besonders die ohne Enkel reisenden Großeltern haben zugeschlagen.
Wachablösung bei Sonnenschein, Dinner in der Kirchenkrypta auf alten Grabsteinen, Bahnsteig 9 3/4 und U-Bahn-verpassende Eltern..... all das und mehr konnten wir erleben. Es war toll. Ein großes Lob an die tolle Truppe.

Und mein Fazit nach der Diskussion mit den Kids über Englisch und Englischunterricht in der Schule lautet: Englischlehrer sind doch nett. Das beweisen die mitgereisten selbigen. 

Eine Tour für die nächsten Osterferien ist bereits in Planung. Schaut auf meine Homepage, und vor allem, SEND MORE SHEEEEEEEP !!!
















London calling

Ostern in London - gar nicht mal so schlecht. Natürlich sind mehr Leute unterwegs, aber es haben am Karfreitag sogar die Geschäfte auf, das hätte ich nicht erwartet. Und am Ostersonntag ist im schrillen Camden Town auch alles geöffnet. Also, man kann doch schon einiges unternehmen.
Gewohnt haben wir im Hilton Hotel Canary Wharf, ein wirklich empfehlenswertes Hotel, nur leider für Anreise mit dem Bus sehr ungünstig, da kein Parkplatz in der Nähe ist. Und das finde ich wiederum sehr merkwürdig, denn das Viertel ist doch so neu gestaltet, daß man an so etwas, vor allem weil es doch genügend Platz gibt bzw. gab, eigentlich denken sollte. Was meinen denn die Hoteliers und ihre Architekten, wie die Gäste nach London kommen? Alle nur per Flug? Das ist doch wohl weit gefehlt! 
Bei der nächsten Tour mache ich mich auf die Suche nach diesen Schafen. Zum Start des Films 'Sean das Schaf' findet man in London an vielen Stellen künstlerisch gestaltete Schafe. Gesponsort von Firmen. Fas Geld geht an einen guten Zweck.



Mittwoch, 1. April 2015

Ratte mit Knarre links

Ja, jetzt kann man gespannt sein was das nun wieder werden soll.
Ich schreibe vom Lago Maggiore, Tour Nr. 2, bei der Weinprobe. 
Die Schwiegertochter des Hauses führt uns durch italienische Weinregionen, natürlich in flüssiger Form. Der erste, Friuli-Wein - schmeckt gut. Der zweite, ein Piemonteser aus der berühmten Nebbiolo-Traube - schmeckt gut. Der dritte, ein Toskana-Chianti - schmeckt gut. Wir werden lockerer. Es gibt dazu noch Parmesankäse, den man einfach so aus der Hand futtern kann, mit so kleinen knackenden Kristallen im "Abgang". Auch die anderen piemonteser Käsesorten, genannt Tome, sind genial. Zum Schinken und zur Salami kann ich als Vegetarier nichts sagen, aber alles ist zum Schluß weg und muß demnach gut gewesen sein.
Wir lernen, daß die San-Daniele-Schinken-Schweine die mit den dickeren Beinen sind. Die baumeln gerade in der kleinen Cantina über dem Tisch. Nichts für mich!!!

Sorry, ich habe vergessen, eines der Beine zu fotografieren, daher hier ein beliebiges Ersatzbein zur Dekoration dieses Posts.
Der letzte Wein ist von Renato Ratti. Auf der Flasche ein Soldat in hellblauer Uniform mit Gewehr links.
Der ist ganz besonders gut und viele wollen ihn zum Abendessen bestellen.
Am Tisch im Restaurant dann sind natürlich die italienischen Namen schnell vergessen. Man weiß nur noch, daß da ein Soldat drauf war, mit Gewehr an der linken Seite, und der Name irgendwie was mit "Ratte" zu tun hatte.
Der Name, der sich einbürgert ind den wir nie vergessen werden lautet 'Ratte mit Knarre links'. 
Nur unser Kellner, der wusste nicht was wir meinen.


Nein, wir wollen nicht nach Hause

Jetzt sehe man sich doch mal dieses Wetter an! Aufgenommen auf der Rückreise vom Lago Maggiore kurz hinter dem Gotthardtunnel in der Schweiz. Und so sieht es zu Hause auch aus.
Wir wollen nicht nach Hause, verständlicherweise, denn so sah es die ganze Woche am Lago Maggiore aus:
Und Frühstück auf der Terrasse war auch möglich:
Noch Fragen???



Ab durch die Hecke zum Traumhotel nach S.

Nachdem uns Plymouth nicht haben wollte, oder genauer gesagt, wir wollten Plymouth nicht, war in South Brent ein Ersatz gefunden. Für eine ...