Sonntag, 26. Februar 2017

Von Boston nach Denver, eine Reise durch das Ostfriesland Großbritanniens

Hallo, meine lieben Schnatter-Freunde. 
Ja, gestern sind wir von Boston bis nach Denver gefahren, das sind 3170 km an einem Tag, aber nur dann, wenn man das US-amerikanische Boston und das US-amerikanische Denver meint.
Von Boston nach Denver im Nordosten Englands sind es aber gerade einmal 40 km.
Für uns war das wie eine Reise durch Ostfriesland. Plattes Land soweit das Auge reicht: Felder, Wiesen, Felder, Kanäle, Flüsse, Felder (sagte ich schon) und viel dunkler, nährstoffreich aussehender Boden.
Wir haben den Süden Englands mit seinen Obstplantagen erlebt, den Norden mit Weideland und vielen Schafen, aber irgendwo muss ja auch das angepflanzt werden, was einem zu Mittag im Pub so lecker schmeckt.
Und genau das passiert im so genannten "Fenland" (Fehn). 
Dabei sind die beiden Orte Boston und Denver natürlich nicht das allergrößte Highlight der Region. Es kam uns nur sehr witzig vor, diese beiden Städte in einem Abwasch an einem Tag zu durchqueren. 
Boston allerdings hatte seine grandiose Zeit im 14. Jahrhundert, als der Hafen bedeutend war. Er war der zweitgrößte in England, die Hanse hatte hier ein Kontor, und man verschiffte hier englisches Tuch. 
Viele der Pilgerväter, die im 17. Jahrhundert von Boston aus mit der Mayflower nach Amerika schipperten und dort das amerikanische Boston gründeten, kamen eben aus dieser Region, teilweise "Knackis", die jenseits des grossen Teiches ein neues Leben anfangen wollten. 
Ihre Gefängniszellen kann man noch besichtigen. Darauf haben wir allerdings verzichtet, denn die weitaus sehenswerteren Städte waren für uns Lincoln und Ely. 
Darüber schnattere ich allerdings in einem Extrabeitrag. 
Hinter diesem Deich könnte auch unser deutsches Wattenmeer liegen, wenn danicht  das Auto auf der falschen Seitenfahren würde. 

Sonntag, 12. Februar 2017

Schön, wenn Goethe mal nicht da war

Sehenswürdigkeiten werden ja oft durch bestimmte Merkmale als besonders sehenswert "geadelt". So zum Beispiel dadurch, daß die UNESCO das eine oder andere in ihre Weltkulturerbeliste aufgenommen hat. Allerdings würde mich wirklich mal eine Liste der Sehenswürdigkeiten interessieren, die NICHT UNESCO-Weltkulturerbe sind. Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, egal wohin ich reise, alles ist immer voll von UNESCO-Welterbe. 
Und unheimlich viele Städte, Gebäude, Gasthöfe usw. rühmen sich damit, daß Goethe dort war oder dort eingekehrt ist. Ok, er ist einer unserer Schriftsteller"heiligen", aber ist das nun wirklich etwas Besonderes, wenn Goethe in einem Lokal in Dortmund-Hörde eingekehrt wäre? Würde sich mein Lieblingsrestaurant "Jedermann´s" (Hörde) deswegen ein Schild an die Tür pappen?
Würden wir genau deswegen dort hingehen?
Aber ich schweife ab, denn der Grund dieses Postes ist der, daß ich in Plauen ein Lokal gefunden habe, daß explizit damit wirbt, daß Goethe auf seiner Reise dort NICHT eingekehrt ist.
Schaut Euch das mal an:


Das finde ich richtig gut. Mich persönlich interessiert es nämlich recht wenig, ob an dem Tisch, an dem ich im Lokal esse, Goethe auch gespeist hat. Das wichtigste ist, daß hier gut gekocht wird und es MIR schmeckt. 
Und genauso wichtig ist an einer Landschaft, einer Stadt oder einem Bauwerk, daß es mir persönlich gefällt und ich mich mich daran erfreuen kann. Ob es nun UNESCO-Erbe ist oder nicht.
Die UNESCO hat zum Beispiel noch nicht das niedliche kleine Städtchen Vendome in Frankreich aufgenommen, obwohl die dort den für mich schönsten Blumenschmuck haben. 
Und Goethe hätte auf seiner Italienreise auf jeden Fall im Hotel Cannero einkehren sollen, denn das war im späten 18. Jahrhundert auch bereits ein Hotel. Dann hätte die heutige Besitzerin bestimmt auch kein Schild für ihn angebracht, denn sie kann auch ohne Goethes Einkehr durch ihren eigenen Namen und eine besondere Qualität überzeugen.
So, das musste mal raus. Ich wünsche allen einen schönen Tag. 
 

 

 

Donnerstag, 9. Februar 2017

Ich muss wieder nach England

Mein Tee ist alle, Gesichtscreme aufgebraucht, meine Kissen- und Tassensammlung braucht Nachschub. 
ICH MUSS NACH ENGLAND!
Es ist ja nicht so, daß es hier keinen Tee gibt, und es soll meine englische Lieblingssorte "Yorkshire Gold" sogar bei Karstadt geben, aber ich habe noch nicht nachgesehen. Weigere mich standhaft, mir einzugestehen, daß ich nur 15 Minuten fahren muß, um welchen zu bekommen. Aber der ist ja nicht direkt aus England. Soviel zur Erklärung.
Außerdem fehlt mir das richtige Ambiente. Ein schönes Ferienhaus voller gemütlicher Dinge, gelegen in meiner Lieblingslandschaft, ausgestattet mit jeder Menge unterschiedlicher, besonderer Kissen auf den Sofas.


 
So habe ich auch irgendwann einmal angefangen, Kissen zu sammeln und bringe mir von jeder Reise ein weiteres mit. Es wird allmählich Zeit, mir ein Haus um die Sammlung herumzubauen.
Last, but not least fehlt mir meine Lieblings-Antifalten-Creme von der Drogeriekette "Boots".
3=2, so ein typisch englisches Ding. Kauf´ 3 und bezahl´nur 2. So macht man Schnäppchen und gibt mehr aus als gewollt - ist klar.
Nun frage aber bitte niemand, wie lange mir diese Creme bereits ausgegangen ist! Das wäre doch ein wenig taktlos! 
Aber alles in Allem suche ich einfach nur nach Gründen, mal wieder auf die Insel zu jetten. Das Thema "Brexit" lasse ich jetzt einmal ganz bewusst aus, aber der für uns momentan vorteilhafte Kurs des britischen Pfundes ist schon ein sehr guter Grund.
Und das hier auch:
 Cheers! 

In Ulm, aber nicht um Ulm, und auch nicht um Ulm herum




Endlich! Ich war auf dem Ulmer Münster. Auf dem höchsten Kirchturm der Welt! Im Winter. Eiskalt dort oben. Mir blieb ein wenig die Luft weg, aber nach etwa der Hälfte der 768 Stufen konnte ich im Raum vor dem Eingang des Turmwärterbüros verschnaufen.
Ja, es gibt noch einen Turmwärter. Diesen Job üben bestimmt nicht mehr viele Leute aus. Ich habe einen Bericht über ihn auf Youtube gesehen. Wenn ich mir vorstelle, er klettert rauf in sein Büro, um den Tag über dort oben seinen Dienst zu verrichten, kommt oben an und stellt fest, daß er seinen Mittagspausensnack vergessen hat. Welch ein Drama! Der Mann dürfte nicht mein Gedächtnis haben, denn sonst würde er für jede Kleinigkeit wieder runter und rauf klettern müssen. Oder er verhungert.
Ich war jedenfalls sehr stolz, die Stufen geschafft zu haben, wollte ich doch unbedingt in die filigrane, durchsichtige Turmspitze von innen schauen. Im Youtube-Bericht war das einfach fantastisch anzusehen, also überand ich sämtliche Kletterfaulheit, pustete dreimal durch und startete.
Ich kann´s Euch nur empfehlen, es ist einfach super dort oben. Bei blauem Himmel und Sonnenschein muß es einfach noch beeindruckender sein.

Samstag, 4. Februar 2017

Schottland und Nordirland

Wir planen mal wieder, und zwar schon für 2018. Es soll nach Schottland gehen, eventuell eine Kombination mit Nordirland. 
Mehrere Nächte am schönen Loch Tay, wo man super wandern kann, aber auch ganz in den hohen Norden, wo es immer einsamer wird. Wir haben die Qual der Wahl und bereits 16 Interessenten. Wer noch Interesse hat, darf sich unverbindlich melden unter 0231-416161. viele Grüße.

Ab durch die Hecke zum Traumhotel nach S.

Nachdem uns Plymouth nicht haben wollte, oder genauer gesagt, wir wollten Plymouth nicht, war in South Brent ein Ersatz gefunden. Für eine ...