Sonntag, 10. Mai 2015

Verloren in Pompei: Brigitte und Gabi allein zwischen Trümmern

Pompei und Herkulaneum, die beiden beim Vesuvausbruch im Jahre 79 verschütteten Städte, regen meine Fantasie an. Man läuft hindurch, sieht Straßen und Häuserzeilen, kann in einige gut erhaltene Häuser auch hinein gehen und versucht, sich vorzustellen, wie die Menschen damals völlig unvorbereitet in der Lava und Asche vergraben wurden. 5 m Ascheschicht z. B. in Herkulaneum. 
Unvorstellbar!!
Häuserzeilen in Pompei
Und Pompei war unwahrscheinlich groß und bevölkerungsreich. Viel Verkehr, der durchaus damals schon geregelt werden musste. So gab es tatsächlich schon "Zebrastreifen", damit die Fußgänger sicher und auch trockenen Fusses die Straße überqueren konnten. Übrigens fallen die extrem hohen Bordsteine auf.

Antiker Zebrastreifen. Riefen in der Straße von den Wagen, deren Radabstand passend zum Zebrastreifen war.
Gipsabdruck eines Verschütteten
Gruselfaktor kommt auf wenn man sich die Formen von Menschen ansieht, die gerade so da versteinert liegen, wie sie vom Vulkan 'überrollt' wurden. Es sind hier natürlich ausgegossene Formen, denn die menschlichen Überreste waren in Lava eingeschlossen und haben dort später Höhlen in Form ihrer Körperhaltung ergeben, die man dann mit Gips ausgegossen und ausgestellt hat.
Puh! Kopfkino pur!

Und wieder ereilt mich das Phänomen 'Gruppe ist nur langsam, wenn ich dabei bin'. Schnell zur Toilette gehen und meinen, man kann leicht den Anschluß halten, Fehlanzeige.
Doch diesmal war ich nicht allein. Zusammen mit Brigitte suchte ich meine Gruppe. Weit konnte sie ja nicht sein, aber hier wurde wieder mal klar, wie groß und verwinkelt Pompei war. Kein Dortmunder Tourist weit und breit. Wir waren einsam und verloren in einer verschütteten Stadt. 
Na ja, ok, gefühlte 500 andere Touristen waren schon noch da, aber die wollten wir ja nicht.


Da unser Busfahrer ohnehin angedroht hat, uns Frauen in Neapel am Hafen zu verkaufen, weil er meinte, ein gutes Geschäft machen zu können ( der hat ja keine Ahnung!!), war's eigentlich auch egal, ob wir jetzt und hier oder morgen die Gruppe verlassen würden. 
Aber als wir gerade Pläne machten, wie wir hier leben wollten, da waren sie wieder da. Und wir konnten doch noch zusammen nach Neapel. Aber dazu morgen mehr.




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